Die Heilige Hochzeit

Die Priesterin des Dorfes hat alle jungen Männer zu sich gerufen. Diese folgten ihrem Ruf willig, denn alle wollen ihren Beitrag zur Fruchtbarwerdung des Landes leisten.
Zwanzig Jünglinge haben sich im Tempel versammelt und sitzen in einigem Abstand um die Feuerstelle in der Mitte. Zwei Dienerinnen streuen Kräuter auf die Glut und lächeln die Männer freudig mit ihren tänzelnd sich bewegenden Körpern an. Neben der Feuerstelle ist das Lager bereitet. Noch ist es leer. Bei gelockerter Stimmung flüstern die jungen Männer, die sich entblößt auf den Sitzkissen nieder gelassen haben, über das bevorstehende Ereignis, das sie nur von Erzählungen kennen. Sie raunen sich in Stimmung und reiben sich in ihrer Hockstellung ihre erwartungsvollen Glieder leicht zwischen ihren Oberschenkeln. Es duftet nach Rosen und Myrrhe.
Nach einer Weile betritt die Priesterin den Tempel, in zarten Gewändern und leichfüßigen Schrittes strebt sie der Feuerstelle zu. Ihre Dienerinnen begleiten sie. Die Priesterin mustert die Ankömmlinge wohlwollend.
Nun legen die Dienerinnen der Priesterin die Augenbinde an, denn nicht die einzelnen Männer, sondern das Ritual steht im Mittelpunkt des Fruchbarkeitsfestes. Langsam und behutsam entkleiden die Dienerinnen die Priesterin, und ein Raunen durchweht den Tempel. Ein oder zwei Männer lassen bereits ihre Milch fließen, auch das gehört zum Ritual und leitet es ein.
Die Männer erheben sich und die Priesterin befühlt im Vorbeigehen die Körper und Füllhörner der erwartungsvollen Männer. Die verschüttete Milch der Voreiligen benutzt sie zur Salbung ihres Inannagartens. Sorgfältig wählt sie drei Männer aus. Gemeinsam begeben sie sich auf das Lager und setzen sich. Die Männer berühren ihren Körper mit ihren feinfühligen Händen, und die Dienerinnen bewachen die Zeremonie. Die Männer legen die Priesterin auf den Rücken und bedecken sie mit Küssen und ihren Zungen. Jeder möchte der erste Besucher ihres Inannagartens sein. Die Priesterin windet und räkelt sich zunehmend und bestimmt durch den Druck ihrer Hand, wer der erste Gast sein darf.
Wieder geht ein Tuscheln und Stöhnen durch die Reihen der Zuschauer. Der Auserwählte verwöhnt die Priesterin noch einmal an den besonders reizbaren Bereichen mit seiner Hand und kostet ihren Honig, bevor er ihr genüsslich sein Prinzenhorn und dann auch zunehmend geräuschvoll seine Fruchtbarkeit schenkt. Ausgelassen seufzend bedankt sich die Priesterin für seinen Dienst.
Die Dienerinnen prüfen nun seinen Milchfluss und nehmen ihn in ihre Obhut. Die Dienerin seiner Wahl hat er dann auf dem Nebenlager achtvoll zu verwöhnen, während der zweite Prinz von der Priesterin gewählt wird.
Er darf sich auf ihren Platz legen, und die Priesterin lässt sich auf seiner Männlichkeit nieder. Vor Wonne sieht er die Sterne baumeln und verliert nicht viel Zeit. Der dritte Anwärter durfte währenddessen das Gesäß der Priesterin reizen. Daher kommt die Priesterin noch vor ihm zu größtem und außerdem mehrfachen Genuss, und ein Schütteln und Zucken ergreift nun ihren Körper, was von den Dienerinnen und Zuschauern freudig wahrgenommen wird.
Der zweite erhebt sich erlöst und wird von der zweiten Dienerin aufgenommen. Die Feuchtigkeit im Tempel ist deutlich gestiegen und die Wonne der Zuschauer hat sich bei einigen wieder im Milchfluss entladen.
Nun ist der Dritte an der Reihe. Er schiebt die Priesterin von ihrer Hocke aus auf die Knie und leckt ihr Salzwasser auf ihrem Rücken und ihrer Hinterseite. Ausgiebig pflegt er ihren blühenden und überfließenden Geheimgarten und bereitet ihn auf das bevorstehende Ereignis vor. Er rückt näher an sie heran und lässt sein Füllhorn wandern, suchen und sein Ziel finden. Er drückt sie etliche Male und ohne Eile mit seinen Händen an ihren Backen an sich heran und schiebt sie nach seiner Vorstellung ein wenig nach vorn. Er möchte seine fruchtbare Milch noch nicht gerne spenden, so hat es den Anschein. Die Priesterin beginnt keuchend zu protestieren, sie jammert, schluchzt und juchzt. Bis auch der Glückliche seine Gabe nicht mehr halten kann und sie mit pulsierenden Bewegungen und Lauten der Priesterin zum Opfer bringt. Eine Flut von Milch und Honig fließt ohne Unterlass. Ein Applaus der Zuschauer beendet den ersten Teil des Hochzeitsrituals, der so lange gespendet wird, bis sich die Priesterin ausgeruht hat, während der dritte Herr bei den Dienerinnen Aufnahme findet.
Nach der Pause wird das Ritual noch einmal in der gleichen Art durchgeführt. Dann macht sich Erschöpfung breit. Die Priesterin darf ruhen und die fruchtbare Milch in ihrem Sammelbecken zusammen rinnen lassen, während die nun wieder bekleideten Männer mit den Dienerinnen das heilige Hochzeitsmahl bereiten.
Vor dem Tempel werden in der Frühlingssonne Tische und Bänke aufgestellt, und dann wird gegessen und getrunken bis spät in die Nacht.
Nach dem erfolgreichen Vollzug der Heiligen Hochzeit wird diese in den folgenden Wochen von allen Bewohnern des Dorfes in den Hainen ausgiebig nachgefeiert.

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Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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