Ambivalenter Frühling

Die Farben verschwimmen. Das Moos spendet Pollen
den Wäldern, die moosige Lust ist von Dauer.
Hinter dem Stapelholz ziert sich die Mauer
mit Buschwindros. Knospen der Buchen geschwollen

und rot. Und die glücklichen Leute schon streifen
die Schuhe sich ab, ein paar Sauerkleeblätter
im Mund. Es formen Gefüge sich, glätter
zu höchster Vollendung. Am Dorfesrand reifen

die Blüten von Kirschen. Der alte und blattlose
Baum schlägt weiter die Freundesbekundungen
all in den Wind. Ein Kind schreit, Verwundungen

will es nicht tragen von Dornen der Rose.
Ein Hahn jault voll Herzschmerz durchs Tal, und
einige Kröten schon liegen auf Grund.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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