Godramstein

Schattenreich malt uns das Licht. Die windschiefen
Dächer auf rostrotem Mauerwerk blassen
verwinkelte Wege. Das Ende der Gassen
bekrönen die prächtigen Häuser und riefen

zum Schlössel. Das Dorf nannte Tabakfabriken,
Getreidegroßmühle sein eigen. Heut träumen
einst wichtige Strecken; in zeitenen Räumen,
vergessen, für Fuhrwerk und Züge. Erblicken

schon lang nicht mehr jene berühmte Allee
mit Platanen. Doch Queich ist uns Quelle geblieben.
Das Hemd ist aus Wingert gewebt, und gerieben

die Nähte aus Nussbaum, der Mantel mit Fe-
der die Hügel. Die Sonne scheint abends noch mild,
und wir Menschen selbst malen auch mit an dem Bild.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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