Reich der Wälle

Gebeugt sind Erdenrücken in dem lichten
Wald. Und halbwegs zugedeckt ruhn Mauern,
die krause Stirn bewölkt in dunklen Schauern
eines tiefen Schlafs. Bewacht von Fichten,

neben Buchen, die sich fingernd nähern.
Und wellig liegt das Tuch; nicht tief im Hang
vergangne Lust des Bodenschlosses Anfang,
und manche Steine schauen nach den Hähern.

Der Urgroßväter Hände fügten auf den
Höhen Treppen in Terrassenstufen.
Zeugen von der Kinder fernen Rufen,

die vom Dorfe wehen. Zahnlos stehn
Herrscher begrenzte Zeit in ihrem Reich,
der Gärten werden dunkler, die Festung bleich.

Advertisements

About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s