Hellblau

Hellblaue Dreiecke spitzen aus Bambusrohr,
das sich zu Wäldern verdichtet,
olivfaren, weit.
Eckige Flächen, wie Finger, wie Hände

doch flirrend gespiegelt vom Wind
der durch Haare fährt. Deine stehn kurz
kräftig und gläsern
meine Hände spielen dir Sturm.

Das Raue schlüpft mühlos durch Poren
verzweigt sich und dringt in die Tiefe
ein Wasserfall formt sich in mir
und rauscht behände zu Tal

dort, wo sich alles Fließen versammelt
zu Tage tritt aus einer steinernen Spalte.
Du hältst deine hellblaue Hand
nimmst auf diesen Rausch.

Die Diener deiner tempelwohnenden Seele
dringen durch Bambuswälder
und öffnen leise das Tor meines Schlosses.
Meine Seele dürfen sie schwebend berühren.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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