Sänfte

Ein Licht gleißt dahinter, es flutet
die Bahnen von anderer Seite
die Hoffnung auf was noch nicht
sichtbar, doch Ränder bewegend

die endlose Bläue streift sich
gespenstisch, mondän
ein Fledermaustreiben schattet die Sänfte
entrückt und vibrierend zum Abendkonzert

blass ist die Straße, vom Regen gelöst
und es führen die Wege auf Sand
nur der Gehstreig gekehrt;
die Sänfte darf schreiten, sie schwebt

Sandhäuser, Tonvillen, Mauergeflecht
an denen die Mohnblumen zittern
vor Faltung, vor Gradlinigkeit; das Soiree
klingt sich ein, die Sänfte harrt still.

Im Wortlosen greift sie den Faden zum Licht
die Hoffnung auf was einmal war
in Anspannung pflückt sie die Blume
und wird ihre Mitte. Ungleich der Traum.

Das Ensemble erhebt seine Stimme
und still bewegt zittern die Blumen
in glutroter Selbstliebe
greift nach der Hoffnung die Sänfte.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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