Garten

Noch kaum von Tageslicht geflutet
gleitet Morgennebel über meinen
kahlen Garten streift die sorgsam
angelegten Steine stört sich nicht

am Feigenbaum der seine Blätter
schon verlor ganz hinten an der
Hütte bleibt er hängen und kehrt
doch nicht mehr zurück es setzen

sich die schweren Tropfen ab und
rollen nieder auf den Boden sammeln
sich verschwinden hinterlassen
Schwärze bis die Erde klafft sie

öffnet sich und ihre Eingeweide und
den Inhalt dieser und die Zellen eines
Vorgangs den noch niemand sah
geschweige denn erklären konnt

ein Karneval der Intensivstation
doch niemals werden Worte das
beschreiben was sich in den Gründen
eines eigentlich nur kahlen Gartens

wiederspiegelt Fassungen und Zerrungen
die sich verwinden zeigen öffnen
wieder Spiegel hinterlassen einer
Zeit des unbekannten Lichts.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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