Wandel

In den Wandelgängen schwerer Gräber
platten und dem Totentürchen filtern
Säulen Blumenwildheit Gräserleidenschaften
stille Wege in Gedankennachlass hallend

krumm und kantig Bodensteiene Vorsicht
ist geboten setze man die Füße voreinander
fahles Licht absonderlicher Freiheit blendet
in der ängstigenden Ungezügeltheit Erbarmen

spenden die dazwischen diese schlanken
Säulen mit der zart gewölbten Rundung
die zu fassen man sich nicht in jeder Stund
beherrschen kann so glatt und kantenfrei

und endlos keimt Verlangen sklavisch sind
sie festgehalten zur Betrachtung frei
gegeben möge jeder sehen was er will doch
sind sie kalt und unbeweglich dienend längst

schon ist die schönste auserkoren genießt an
ihrem Platz die Sicht der ungestümen Dinge
und auf die im Wandel stille stehen einen
Namen gab ich ihr an jenem Feiertag im Mai.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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