Wände

( Gedicht zum Bild )
Dünne Zweige wie getrocknete Kaskaden
überwuchern Wände glatt wie Marmor
winterglasig steigt die Höhlenflut das
Tausendblatt beginnt sich zu verästeln eine

Pfütze könnte seinen Durst zum Schweigen
bringen auf der Kante irrt ein schwarzer

Hund tief unten steigt das Wasser langsam
bilden braune Dünste sich ein Hundehauch

gesicht als würd es schweistern unterm
Felsen vor den Blacky sieht er nicht in
Wellen hüpft das Abschiedswasser saugt
den Nebel gierig in sich der durch Luken

eingedrungen Schmelze sackt im Angesicht
der frischen Sonne irgendwo am Ende dieses
Korridors steht eine Türe spaltweit offen
fort der Hauch des Fremden lose gimmen

sich Gedanken horch die metertiefe Ober
fläche und darunter ein Obsidian er tänzelt
hin und her und neigt sein Haupt er wippt
zum Sprung blickt brüchig in die Ferne.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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