Märzabend

Plötzlich bricht die Knospe des
Frühlings auf und entlässt einen
lauen Wind der die Straße hinab
wiegt vom Aufbruch mitgerissen

blühen hinter den Fahrzeugen
die Abgase neu durch den tief
eingesogenen Atem an den Ruf
der Amsel denke ich noch vor

der Morgendämmerung und an
das letzte Jahr mit jenen Tagen
die weiter noch entfernt nicht
wiederkehren werden im März

beginnt ein neues Leben und die
alte Hülle fällt am Straßenrand
dem Haselpollen zu den Hügel
aufwärts üben junge Männer

flutbelichtet Fußball ich kenne
keinen doch ihr Spiel gefällt der
Ruf des Trainers überfliegt den
Platz und trotz der Dunkelheit

singt eine Amsel lerchenschön
der gelbbeschuhte Spieler hat
die schmalen Beine die mich so
an dich erinnern an den Anfang

unsrer Tage und wie vieles hat
sich seither ganz verändert mein
Empfinden doch wie damals
märznachtmelancholisch.

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Über noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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2 Antworten zu Märzabend

  1. evelyne w. schreibt:

    märznachtmelancholisch! welch ein wort!
    ich liebe es!

    lg lintschi

  2. noemisell schreibt:

    Liebste Lintschi, wie mich das freut! Die warme Luft riecht so nach Aufbruch….
    Hab vielen Dank und einen schönen, erholsamen Abend, Liebe Grüße, Birgit

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