Seidentuch

Siehst du das Seidentuch dort fliegen glatt und
leicht und aus den Händen ganz dem Wind
ergeben beinah ohne eigenes Gewicht

sieht du sein Muster drauf ein Zeichen ist´s
vielleicht ein Tier eiin Löwe oder Adler in einem
Rahmen blau und rot grün schwarz und gelb

schon steht es hoch am Himmel landet gleich
in einem Baum von niemandem beachtet
wird es diesen Winter nicht erleben

denn es glitt uns aus den Tagen als unsre
Illusionen noch nicht angestaubt die Nächte
sternenklar uns Bier und Redezeit gewährten

siehst du das Seidentuch wie lang lag es
in einer faltigen Zisterne anthrazit beschattet
von der Leere die man Alltag nennt

siehst du wie seine Flügel schwingen
beide Seiten streben ihrem eignen Rhythmus nach
wir wollen nicht mehr schweigen

weil Diskrepanzen uns auf ihren Flügeln
auseinandertrieben uns ins Summen rollten
dunkelblau die Endlosreihe unsrer Tage

siehst du wieviel Zeit verloren ging
nur weil die Argumente doch nicht eindeutig
genug so lass uns die Gemeinsamkeiten sammeln

mehr als genug was wir und ihr erreicht und heut
als Selbstverständlichkeit vergessen und
was kürzlich noch ein völlig andres Leben war.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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