Flusshäutig

Flusshäutig überspannst du mich
in einem Wolkensiedepunkt und
lässt eine Gemengelage bauschen
dessen Patina mir klangvoll winkt

seit jener Zeit als Ufer selbstverliebt
die Grenzanlagen seiteten als Wehr
anlagen sich erhöhten hier versank
das gros uns unterlief das Relief der

ewigunerfüllten Sehnsucht seit jener
Zeit bedrängt das Abgeschliffensein
die Endllichkeit wir schäumen angesichts
von Widerbrocken bevor uns

gurgelnder Humor umspült und sich
die Wetterschenkel in den Tiefen
blitzen selbst an den halbnurnassen
Säumen suhlen wir uns quatschend.

nach einem Bild von Oskar Kokoschka: Die Elbe bei Dresden 1922

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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