Unbekanntes Gleichgewicht

Wilde Gesänge machen mich
schrittweise gefügig
mein Tastsinn wird von einer
Masse Laub niedergedrückt
in den Schuhen steht
der Schmach des verlorenen Wegs
unterwegs
verschenkte ich die Tageszeiten
an Schimären von Heuschrecken
meine letzte Brosche hänge ich
an einen Ast in der Hoffnung
sie nicht wieder zu finden
dutzendfach nahmen meine Leben
reißaus von der kühlen Hülle
ich gehe nochmals zurück
im Wahn
auf eine bessere Abzweigung

gehauchte Stimmen locken
zu einem durchwurzelten Unterschlupf
hinter der Wand
ich taste mich entlang und folge
einem Scheusal
auf dessen Streifzug
durchs Widergewühl
es bleibt gierig in meiner Nähe
und streckt seine Borsten aus
irgendwann finde ich
ein unbekanntes Gleichgewicht.

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Über noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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