Sanddüne

Vor unseren Augen die Fatamorgana
des Statdtores von Salemno
noch gehören die Säulen dem Mittag
das Relief eines aufbrechenden Strudelwindes
Sand dringt in die Nase

Hand in Hand gehn Schritte
mit Gedanken perlengleich
wir gurgeln eine endlos lange
Sanddüne hinab tiefer als der Grund
beinah verschlingt sie uns

jedes Sandkorn wiegt so schwer
wie eine unserer Erinnerungen
wir hören das Lied des Verlöschens
& des brausenden Lebens
das sich darüber legt

unsere Finger liegen auf den
gewundenen Blättern einer Oasen
brandung unsere Zehen gleiten
in eine verlassene Wohnhöhle
& wir beziehen sie mit unseren Kleidern

die Tiefe einer Liebe hält die Hand
dürstend & mit Sand bedeckt
die Fingernägel weiß & mürb
selbst wenn das Strohlager vor
Nadelstichen nicht passierbar ist.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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