Linde

Schatten ertasten gefaltete Dächer
eine Linde streckt ihre Wurzeln
zwischen Knochenfransen
verdunstet in Gänseblümchen

meinen zahllosen Gedanken
läutet die Glocke Wüstensturm
in den Schleimhäuten braut sich
ein Vulkan zusammen

ein weißer Hund verliert den Kopf
doch Flügel wachsen ihm am Abend
trifft sich der Männergesangverein
auf ebendieser windigen Linde

im Dächerhof strebt ein Mann in mein
Begehren unter den sonnengegerbten
Schirmen fördert die Aufschrift meinen
ungeahnten Durst auf eine Wolke.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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