Der Himmel zittert

Früh am Morgen
wenn die Dämmerung
noch hinterm Berg hält
reißt das Dachfenster
die Klappe auf
um neues Grauen zu verkünden
sieh der Himmel zittert fiebrig
hinter der Gardine
schimmlig und vergilbt
oh da ein Pfosten droht
vom Sturm schon umzufallen
dort wo jener
schonungslose Pastor wohnt
pass auf
die schwarzen Wolken harren längst
in deinem Schrank
ach wenn du ihn gleich aufmachst
hängen ausgebeinte Schwaden
an der Lampe träufeln auf dein Lager
Klagen folgen Klagen
einem Wald
von fallgebeilten Stämmen gleich
da endlich Dämmerlicht
bring deine Seidenkleider mit
umwinde mich mit der Erotik
deiner segensreichen Zeit
sei mein
in der Gemengelage
eines lawinierten
Wolkenbruchs.

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About noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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