Kleines Lied

Ein Grashalmschwingen nur im Windhauch
einer wiederholten Melodie erhebt sich
das Gebraus der sonderschmalen Gasse
schwarz gepflastert endet sie

in einem Tempelpark wo hinter einem
Wegeschwung an Baumgiganten
hundert rote Lampions hängen
sirrt die sanfte Melodie von Regenhäusern ab

von Himmelsfenstern tief ins Innere
des prallen Lebens dreckig an den Löchern
der Entsorgung giftiger Geysire
schleimgeschleudert auf den Gehweg

innerhäusig schwillt dies Liedchen unterm Schlagwerk
und die Festbeleuchtung spiegelt sich im Glanz
der Stäbchen zwischen denen die Minuten
ufern und die Zeitepochen atmen

aus den vielgeübten Tuschezeichen
über eine Mauer die das ganze Land erschlängelt
lehmgefilzt und bruchgetauft und feuerzeigend
auf die Wächter eines kleinen Liedes.

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Über noemisell

Ich bewege mich im Bermuda-Dreieck von Gefühlen-Gedanken-Gedichten/Geschichten. Manchmal verschlingt es mich.
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